Bedarfe von Familien nach Familiengründung mit reproduktionsmedizinischer Assistenz

Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg beschäftigte sich in einer Studie mit möglichen Veränderungen von Elternschaft und Familie, die sich im Kontext der reproduktionsmedizinischen Praxis ergeben.

Im Rahmen des Projekts sollte untersucht werden, welche Bedeutung Eltern der Familiengründung mit reproduktionsmedizinischer Unterstützung im weiteren Familienlauf beimessen und inwiefern die Zeugungsgeschichte des Kindes zu besonderen Herausforderungen für ihre Elternschaft führt. Als Ergebnis der Studie sollen Empfehlungen für die Unterstützung und Beratung von Familien nach reproduktionsmedizinischer Assistenz zusammengefasst werden. Die Studie erhielt eine Projektförderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (01/2017 bis 12/2018).

www.ifb.bayern.de

Evaluation der psychosozialen Kinderwunschberatung

In Kooperation zwischen dem Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb), dem Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg und der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung (BKID) wurden Evaluationsinstrumente entwickelt, die in Zukunft sowohl bundesweit als auch international zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der psychosozialen Beratung bei Kinderwunsch eingesetzt werden können. Das Projekt läuft bis Ende des Jahres 2019.

www.ifb.bayern.de

Leit- und Richtlininen für die Kinderwunschberatung der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung – Beratungsnetzwerk für Kinderwunsch Deutschland (BKiD) ist ein Fachverband qualifizierter Beratungsfachkräfte mit Expertise in der psychosozialen Beratung bei Kinderwunsch und ungewollter Kinderlosigkeit. 

BKiD hat zu folgenden Themen eigene Richtlinien bzw. Leitlinien für die Beratungspraxis erstellt: Psychosoziale Beratung, Gametenspende, Behandlung im Ausland. Darüberhinaus war BKiD an der Erstellung von weiteren Leitlinien von Fachgesellschaften beteiligt, die einen engen Bezug zur Kinderwunschberatung aufweisen. Die Dokumente sind online verfügbar.

www.bkid.de

Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften bearbeitet relevante gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international.

Die Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sprechen sich für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz aus, da sie die derzeitige Rechtslage (Stand 2019) für unzureichend halten. Das Embryonenschutzgesetz werde den Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin nicht mehr gerecht und berücksichtige nicht die Vielfalt von Familienformen in Deutschland. 

www.leopoldina.org

Psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) ist das Netzwerk der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. AWMF online erfasst und veröffentlicht Leitlinien ihrer Mitgliedsgesellschaften. Leitlinien beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren. Sie dienen Ärzten und Ärztinnen zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen, sind jedoch nicht rechtlich bindend. 

Die Leitlinie Psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen wurde entwickelt von der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG).

Kinderwunschberatung: Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung und zukünftige Entwicklungen. Dokumente einer Fachtagung

Die Etablierung qualifizierter Angebote zur psychosozialen Beratung bei Kinderwunsch wird in den letzten Jahren zunehmend sowohl von medizinischer/ärztlicher Seite, den Fachkräften der Schwangerschaftsberatung und den Betroffenen selbst als auch politisch gefordert.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Staatsinstitut für Familienforschung (ifb) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung e.V. (BKiD) und dem Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg am 5.9.2018 eine Fachtagung, zu der Fachkräfte der Kinderwunschberatung, Adoptionsvermittlung und Familienberatung, Fachkräfte der Reproduktionsmedizin, Gynäkologie, Urologie und Pädiatrie sowie alle weiteren Fachkräfte, die mit Frauen, Männern und Familien mit (zuvor) unerfülltem Kinderwunsch arbeiten, eingeladen waren. Eine Zusammenfassung der Redebeiträge und Workshops steht online zur Verfügung. 

www.ifb.bayern.de

Kinderwunschberatung und Internetforen. Recherche der häufigsten Fragen und Beratungsanliegen, die in Internetforen formuliert werden

Viele Menschen mit Kinderwunsch nutzen Internetforen sehr intensiv, um sich zu informieren und mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die "Profamilia Hintergrund" Publikation (2018) stellt die Ergebnisse einer Recherche in fünf Internetforen vor, die sich auf Kinderwunsch spezialisiert haben. Sie beschäftigt sich mit den Anliegen der Nutzerinnen und Nutzer und analysiert ihr Kommunikationsverhalten in den Foren. Die Erkenntnisse geben wichtige Impulse für die Anforderungen an die Qualifizierung von Beratungsfachkräften und die Weiterentwicklung von Themenfeldern für die psychosoziale Kinderwunschberatung.

www.profamilia.de

Kinderlose Frauen und Männer - Befragte mit Migrationshintergrund. Ungewollte oder gewollte Kinderlosigkeit im Lebenslauf und Nutzung von Unterstützungsangeboten

Die sozialwissenschaftliche Untersuchung liefert Daten und Fakten zur Situation von kinderlosen Frauen und Männer mit Migrationshintergrund aus den unterschiedlichen Milieus sowie zur Bedeutung und den Folgen der Kinderlosigkeit unter den besonderen Aspekten Geschlecht, Alter, Lebensphase, Lebenslauf, Werteorientierung, Lebensstile, Partnerschaft und soziales Umfeld.

www.bmfsfj.de

Ungewollte Kinderlosigkeit. Was Betroffene bewegt - und warum eine professionelle psychosoziale Unterstützung hilfreich ist und sie unterstützen kann

In der Broschüre sind die zentralen Ergebnissen aus der sozialwissenschaftlichen Untersuchung zur ungewollten und gewollten Kinderlosigkeit für den Fachbereich der psychosozialen Beratung zusammengefasst. Sie enthält Informationen und Erkenntnisse, die dazu dienen sollen, kinderlose Paare besser beraten und begleiten, aber auch zu einer Enttabuisierung von ungewollter Kinderlosigkeit beitragen zu können.

www.bmfsfj.de

Ungewollt kinderlos? Unterstützung und Begleitung für betroffene Paare

Der Flyer zur Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ informiert über die Gründe und Ursachen von ungewollter Kinderlosigkeit sowie über die Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung. Zudem werden die Wege zu den umfangreichen Angeboten der psychosozialen Kinderwunschberatung und der ergänzenden finanziellen Unterstützung durch Bund und Land aufgezeigt.

www.bmfsfj.de

Kryokonservierung von Eizellen aus sozialen Gründen „Social Freezing“

Mit zunehmendem Alter der Frau wächst der Bedarf an fortpflanzungsmedizinischer Unterstützung. Die Reproduktionsmedizin begegnet dieser Entwicklung außerdem mit speziellen Selbstzahler-Angeboten, zum Beispiel mit der Entwicklung und Verbreitung von Tests zur Einschätzung der verbliebenen Fruchtbarkeit oder mit der Möglichkeit, Eizellen einfrieren zu lassen, um damit später eine Schwangerschaft zu erzielen, dem so genannten Social freezing.

www.profamilia.de

Eizellspende im Ausland – Konsequenzen im Inland

Am 22. März 2017 führte der Deutsche Ethikrat im Rahmen seines Forums Bioethik eine Veranstaltung zu der Thematik Eizellspende durch. Nicht wenige Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch nehmen Angebote von Kliniken im Ausland wahr, um ihren Kinderwunsch mithilfe von Reproduktionstechnologien zu erfüllen, die in Deutschland verboten sind. Zu diesen gehört insbesondere die (anonyme) Eizellspende. Der Deutsche Ethikrat nahm mit seiner Veranstaltung die Probleme in den Blick,  die aufgrund des sogenannten reproduktiven Reisens auftreten: für das Kind, das Paar, die Spenderin, für Ärzte und Beratungsfachkräfte. Im Fokus stand dabei die Situation der in Deutschland nach Eizellspende geborenen Kinder und ihrer Eltern. Zu der Veranstaltung liegt eine Presseerklärung vor. Das Programm und die Redebeiträge sind online verfügbar.

www.ethikrat.org

pro familia Tagungsdokumentation Kinderwunsch. Beratung – Rechte – Realitäten

Die Fachtagung der pro familia am 10.5.2014 verfolgte das Ziel, für einen rechtebasierten Umgang mit (Un-)Fruchtbarkeit im Kontext biomedizinischer Technologien zu sensibilisieren und fachliche und fachpolitische Positionen zu diskutieren. Die Tagungsdokumentation enthält u.a. die Vorträge der ReferentInnen, zentrale Ergebnisse der Workshops sowie weiterführende Literaturhinweise.

www.profamilia.de

Embryospende, Embryoadoption und elterliche Verantwortung. Stellungnahme des Deutschen Ethikrats

Embryospende und -adoption werden in Deutschland von fortpflanzungsmedizinischen Zentren durchgeführt und auch öffentlich angeboten. Damit sind jedoch grundlegende ethische, rechtliche und soziale Problematiken verbunden, mit denen der Deutsche Ethikrat sich in seiner Stellungnahme vom 22. März 2016 beschäftigt. Der Deutsche Ethikrat sieht es als erforderlich an, die Rahmenbedingungen für die Embryospende/Embryoadoption gesetzlich festzulegen, da es "um grundlegende Fragen der familiären Struktur geht, um die Zuteilung von Lebens- und Entwicklungschancen von Kindern sowie die Möglichkeit, elterliche Verantwortung zu übernehmen".

www.ethikrat.org

Unterstützung bei Kinderwunschbehandlungen für unverheiratete Paare

Seit dem Jahr 2016 erhalten auch unverheiratete Paare für reproduktionsmedizinische Behandlungen eine finanzielle Unterstützung durch das Bundesfamilienministerium. Paaren, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, werden Zuwendungen für die erste bis dritte Behandlung in Höhe von bis zu 12,5 Prozent und für die vierte Behandlung in Höhe von bis zu 25 Prozent des Selbstkostenanteils gewährt. Die zusätzliche finanzielle Bundesunterstützung ist Teil einer umfassenden Gesamtkonzeption mit weiteren Handlungsbereichen. Hierzu gehören unter anderem die Stärkung einer begleitenden psychosozialen Kinderwunschberatung sowie eine frühzeitige, bessere Information über Ursachen, Gründe und Folgen von ungewollter Kinderlosigkeit.

www.bmfsfj.de

Spannungsfeld »Reproduktives Reisen« und Konsequenzen für die KlientInnenaufklärung

Der pro familia-Bundesverband initiierte im Jahr 2009 eine ExpertInnenkonsultation, um Verantwortliche aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Verbänden, die alle mit dem Phänomen des reproduktiven Reisens in ihrer Arbeit konfrontiert sind, zusammenzubringen. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch wurde dokumentiert und ist als download verfügbar.

www.profamilia.de

Kinderwunsch - Wunschkinder. pro familia magazin

In dem pro familia magazin Kinderwunsch - Wunschkinder 1/2014 geht es um Menschen, die bewusst auf (eigene) Kinder verzichten und um diejenigen, die sich ihren Kinderwunsch nicht erfüllen können oder dafür erst rechtliche Hindernisse überwinden müssen. Es wird eine Studie vorgestellt, die die Bewältigungsstrategien ungewollt Kinderloser untersucht hat. Auch das Thema Social Freezing als eine mögliche neue Perspektive für Frauen wird beleuchtet. Das Heft ist vergriffen, steht aber als download zur Verfügung.

www.profamilia.de

Kinderwunsch und Krebs Antworten.Hilfen.Perspektiven.

Die Broschüre der Deutschen Krebshilfe e.V. thematisiert Kinderwunsch und Familienplanung bei bzw. nach einer Krebs-Erkrankung. Sie erläutert, inwiefern Krebs-Therapien die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern beeinträchtigen oder dauerhaft schädigen können. Anschließend werden Möglichkeiten beschrieben, wie Ei- und Samenzellen ggf. vor unerwünschten Auswirkungen von Therapien geschützt werden können und welche reproduktionsmedizinischen Verfahren bei eingeschränkter Fertilität zur Verfügung stehen. Die Broschüre der Deutschen Krebshilfe entstand in Zusammenarbeit mit FertiProtekt.

www.krebshilfe.de